Vom Luxus zum Gebrauchsgegenstand

Das Wien Energie-Haus reist in seiner neuesten Ausstellung ab 7. Dezember durch „3.000 Jahre steirisches Glas“ und zeigt jahrhundertealte Exponate.

In mühevoller Handarbeit entstehen Glas-Kunstwerke wie diese Karaffe.

Bereits im neunten Jahrhundert vor Christus erhielten Verstorbene Glasperlen als Grabbeigabe, in der Römerzeit galt Glas vor allem als Werkstoff für Luxusgegenstände. Während des Mittelalters und der Neuzeit produzierte man Kunst- und Gebrauchsgläser, aber auch kostbare Spiegel in den Waldglashütten der Koralpe. Um die lange und faszinierende Geschichte der steirischen Glaskunst dreht sich die neueste Ausstellung im Wien Energie-Haus von 7. Dezember bis 24. Februar. In Kooperation mit dem Archeo Norico Burgmuseum Deutschlandsberg gibt „3.000 Jahre steirisches Glas“ einen Überblick über eine der ältesten Glashütten Europas auf der Koralpe, an der Grenze zwischen Steiermark und Kärnten. Zu bestaunen sind bei freiem Eintritt unter anderem Einzelexponate, die vor Jahrhunderten hergestellt wurden.

Mit einfachen Werkzeugen schufen die Arbeiter in den Glashütten ihre Kunstwerke und Alltagsgegenstände.

Schöne Preise zu gewinnen
Neben der Ausstellung lässt ein 40-minütiger Film jeden Mittwoch zwischen 13 und 18 Uhr einen Blick hinter die Kulissen der Glasproduktion werfen. Highlight der Vorführung ist der Kurzfilm „Glas“ von Bert Haanstra aus dem Jahre 1958. Er gewann 1960 den Oscar als bes­ter Dokumentar-Kurzfilm. Für die BesucherInnen gibt es ebenfalls etwas zu gewinnen: Wer die Frage zur Ausstellung richtig beantwortet, kann unter anderem ein Wochenende in einem 4-Sterne-Hotel in Deutschlandsberg, Glasperlenketten, einen Geschenkkorb mit steirischen Spezialitäten der Gemeinde Deutschlandsberg oder Gläser von J. & L. LOBMEYR abstauben.

Infos: Wien Energie-Haus
6, Mariahilfer Straße 63, Tel (01) 582 00,
Mo–Mi 9–18 Uhr, Do 9–20 Uhr, Fr 9–15 Uhr ÖFFIS: U3, 13A, 14A Station Neubaugasse
www.wienenergie.at


Nr. 223/Dezember 2011/Jänner 2012